Ein Jakobus für Rottenbach

Die Verwandlung eines Baumes

Die alte Ulme auf dem Kirchhof in Rottenbach ist leider den letzten trockenen Sommern zum Opfer gefallen.Nun steht der Baum mit vertrocknetem Laub auf der Wiese neben der Rottenbacher Jakobuskirche. Und nun? Interessenten für das gute Holz waren rasch zur Stelle. Im GKR aber wurde beratschlagt und eine andere Idee wurde geboren. Warum nicht aus diesem wunderbaren Baum eine Jakobusfigur schnitzen lassen. In früheren Zeiten kam sicher mancher Pilger durch unser Dorf, am Kloster Paulinzella vorbei, auf dem Weg nach Santia-go de Compostela.

Eine Idee reicht bekanntlich nicht aus, um dies auch Wirklichkeit werden zu lassen. Eine großzügige anonyme Spende machte das jedoch möglich. Herr Gräf, ein Kettensägenkünstler aus Lichte, erklärte sich bereit. Er war begeistert von dem edlen Holz.

Eine Vollplastik würde die Stärke des Baumstammes jedoch nicht zulassen. Sie würde sehr klein werden und wäre dann, in der meist verschlossenen Kirche aufzustellen. So entschlossen wir uns für ein Relief des Heiligen Jakobus. Dicke Äste wurden zu Wegweisern für Pilgerwege nach Kiew, Rom und Santiago de Compo-stela.

Herr Gräf schaffte die Arbeit in drei Tagen bei strahlendem Sonnenschein. Ein Gottesgeschenk. Die Anerkennung für dieses Kunstwerk erhielt Herr Gräf von jedem der neugierig vorbei schaute. Das Interesse wurde auch bei der lokalen Presse geweckt, was sich in einem Artikel in der OTZ niederschlug. Am 28. Februar wurde die neue Jakobus Figur dann nach dem Gottesdienst feierlich eingeweiht. Allen Beteiligten ein herzliches Dankeschön.

A. Anders- im Namen des GKR Rottenbach

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